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21.09.2021 10 min read

Banking-Erlebnis für Geschäftskunden

Banking-Erlebnis für Geschäftskunden: Nicht zurückbleiben, bitte, der Zug fährt ab!

Entschuldigen Sie, wir möchten Sie jetzt ganz sicher nicht beunruhigen – aber hören Sie das auch? Diese Zischen und Rauschen? Erst leise, jetzt lauter. Bald richtig laut – und dann weg. So hört es sich an, wenn man den Zug verpasst.

Wie gesagt, Angst wollen wir nicht verbreiten, aber eine gewisse Panik ist durchaus angebracht, denn: In der Bankenwelt zischt und rauscht es gewaltig. Die GAFA, Challenger usw. rütteln mit hochmodernen, ansprechenden und vollständig digitalen Kundenerlebnissen längst schon den Bereich Personal Banking auf.

Traditionelle Banken ziehen nach, schauen sich das Beste der Startups ab und machen’s auch. Nie war das Thema Finanzen für den Privatkunden so easy und nebenbei, alles – Zack – mit dem Handy schnell erledigt. Die Bankfiliale und noch viel mehr steckt immer in der Hosentasche.
Und das für alle und nahezu umsonst.

KMU Banking: Warum JETZT Zeit ist, zu handeln

Auch Geschäftskunden Banking ist weiter auf dem Vormarsch. Es ist nur eine Frage der Zeit – der knappen! – bis sich das Thema Digitalisierung und Customer Experience in seiner vollen Wucht auf das Feld der Geschäftskunden ausweiten wird.

Denn seien wir ehrlich: Es gibt nicht einen einzigen Grund, warum Geschäftskunden, egal ob Konzerne oder die kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihr Banking weniger komfortabel und immer noch weitgehend analog bestreiten sollten.

Im Gegenteil: Auch hinter Unternehmen stehen ja schließlich echte Menschen, die natürlich einen Anspruch auf ein bequemes und zeitgemäßes Banking-Erlebnis erheben, wie sie es von ihrem Girokonto kennen. Die auch die Vorteile durchdachter und digitaler User Experiences im Banking Sektor genießen wollen. Viel zu lange sind KMUs von ihren Banken stiefmütterlich behandelt worden.

Um den Anschluss nicht zu verpassen, sollten Banken schleunigst nicht nur ihre Business Modelle im Geschäftskundenbereich anpassen. Dazu gehört: Angebote allesamt digitalisieren und dabei ein Ökosystem schaffen, das den Kunden eine Reihe von Services ermöglicht, die über das altbekannte Banking hinausgehen.

Klingt kompliziert und nach einer großen Aufgabe? Ist es auch. Einige packen die alleine an, andere setzen auf FinTechs, die ihnen ready-to-use Lösungen bieten. Das freilich beschleunigt den Digitalisierungsprozess immens. Denn oft haben die gewachsenen, älteren Bankenhäuser nicht die Vorteile eines Startups, wendig und schnell sein zu können. Das geben weder die Firmenstrukturen noch die Aufstellung im Bereich IT her.

Dafür können sie freilich mit Jahrzehnten an Erfahrung und einen immensen Datensatz aufwarten, die es gilt, beim Design einer innovativen und digitalen Customer Experience einzubringen.

Hier sind drei Visionen, wie digitales, datengestütztes und kundenzentriertes Geschäftskunden-Banking der Zukunft gestaltet sein kann:

Vision 1: Easy und zentral

Die Wahrheit ist: Sofern ein*e Unternehmer*in kein Startup im FinTech- oder Finanzbereich gegründet hat, ist mit recht hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Banking weder zu ihren bzw. seinen Kernkompetenzen gehört, noch er oder sie besonders viel Lust darauf hat. Banking im weitesten Sinne ist für Unternehmen ein notwendiges Übel. Die Bank, die Unternehmer*innen das Thema so leicht wie möglich macht, gewinnt.

Leicht macht es ein umfassendes und intuitiv zu bedienendes Finanzmanagementsystem mit einer ansprechenden Optik und benutzerfreundlichen Oberfläche. Der Business Finance Manager (BFM) etwa ist das Finanzcockpit für KMU: Hier haben Unternehmer*innen alle ihre Finanzgeschäfte jedweder Banken dank Konten-Aggregation zugleich im Blick.

KI-gesteuert und Data-driven ermöglicht der BFM Geschäftskunden, Cashflows und Liquiditätsplanung jederzeit im Griff zu haben. Und es geht sogar noch weiter: Während Geschäftskunden sich wünschen, ihre Finanzen würden sich idealerweise von ganz allein verwalten und sogar optimieren, unterstützt modernes Geschäftskunden-Banking genau das mittels ständiger und genauer Datenanalysen und Datenanreicherungen. KI-gesteuerte Finanzassistenten können darauf aufbauend personalisierte Vorschläge zur Finanzoptimierung des entsprechenden Kunden ableiten.

Vision 2: Nur für mich und passt genau

Gerade die Bedürfnisse der KMUs könnten unterschiedlicher kaum sein.
Da steht auf der einen Seite die junge Brauerin, die ein Geschäftskonto für die Gründung ihrer eigenen Craft-Brauerei braucht und auf der anderen das 150-köpfige Tech-Start-Up, das sich auf eine Series-C-Runde vorbereitet. Die große Herausforderung für die Bank ist es nun, all diesen Kunden Angebote und Lösungen zu bieten, die so genau wie nur möglich an die individuelle Situation des Geschäftskunden angepasst ist.

Die Brauerin braucht einen reibungslosen, einfachen und schnellen Onboarding-Prozess, die Möglichkeit, ein Geschäftskonto in Minuten, hassle-free und komplett online zu eröffnen, um alsbald erste Zahlungen abwickeln zu können. Bald werden auch die Themen Businessplan und Finanzierung brisant werden und die Bank sollte sie hier konkret unterstützen können – im besten Fall end-to-end digitalisiert.

Das gewachsene Business hingegen braucht einen Bank-Partner, der es in Sachen Cash Flow und Ausgabenmanagement unterstützt. Internationaler Zahlungsverkehr könnte im Fall einer geplanten Expansion Thema werden, Investor-Relations – oder auch die Exit Planung.

Geschäftskunden-Banking der Zukunft versteht den Lifecycle von modernen KMU und ist in der Lage, an jedem Punkt passgenauen Support zu liefern.

Gibt’s jetzt made in Switzerland! Eine Neo-Bank, die sich auf Geschäftskunden und insbesondere auf KMU fokussiert.

Vision 3: Mehr als nur Bankgeschäfte

Nachdem bereits Bankgeschäfte vielen Gründer*innen Kopfschmerzen bereiten, sind es Steuerbelange und ähnliche Finanzangelegenheiten noch viel mehr. Aber auch hier kann die Bank der Zukunft punkten, indem sie ihren KMU-Kunden das Leben leichter macht. Digitales Geschäftskunden-Banking der Zukunft ist mehr als ein bloßes Finanz-Management-Tool. Es bietet zugleich Schnittstellen in andere Bereiche wie etwa die Finanzämter und ist damit umfassender Business-Helfer.

Digitalisierung und Open Banking haben ein hervorragendes Ökosystem für API-gestützte Services geschaffen. Die Herausforderung, diese Schnittstellen in das eigene System zu integrieren ist eine große, die Banken, die in der Zukunft die Nase vorne haben wollen, aber dringend lösen müssen. Auch hier können FinTechs mit smarten Whitelabel-Lösungen die beste Antwort sein.

Einsteigen, wir fahren ab!

Wenn’s zischt und rauscht sollte man eines nicht vergessen: Digitalisierung diente im Finanzsektor zunächst der Verbesserung des eigenen Geschäftes, der Prozesse und der operationalen Effizienz der Banken selbst. Nun hingegen sollte Digitalisierung des Banking-Erlebnis des Geschäftskunden verbessern. Und zwar spürbar – und schnell.

Neue Wettbewerber im Finanzsektor, allen voran viele innovative Fintechs, haben das längst erkannt und hier ihren Turf gefunden. Es ist allerdings noch nicht zu spät für die etablierten Player nachzulegen und auch für ihre Geschäftskunden ein neues, besseres Banking-Erlebnis zu schaffen. Wo es Sinn macht doch auch gern mit Unterstützung der findigen Fintechs.

Hauptsache am Ende sitzen auch Sie drin, wenn er abfährt, der Zug in die digitale Zukunft des Geschäftskunden-Banking.

Sie wollen wissen, wie erfolgreiche Banken in die Zukunft navigieren? Hier geht es zu Ihrer eigenen Roadmap!

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