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100 Tage Contovista und Finnova: Hendrik Lang und Olivier Brin im Gespräch

7 Min Lesezeit
12.08.2022
Veröffentlicht von
Contovista
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Olivier Brin und Hendrik Lang im Gespräch über die ersten drei Monate nach der Übernahme, über Synergien, Meilensteine und ihre gemeinsame Vision.

1. Hendrik und Olivier – wie die Zeit rennt! Ganze 100 Tage sind schon vergangen seit der Übernahme von Contovista durch Finnova. Was ist seitdem passiert? Was hat sich verändert?

Hendrik: Wir haben bereits eine Menge erreicht in dieser Zeit! Das betrifft zunächst einmal unser Team. Für das neue Leadership Team bei Contovista kombinieren wir sowohl erfahrene als auch neuere Köpfe, die eines gemeinsam haben: Sie brennen allesamt für das Thema Data-Driven Banking.

Das Team des Finnova Analytical Framework (FAF) wurde mit den Contovista-Mitarbeiter:innen zusammengeführt, die Integration läuft seit Tag 1 erfolgreich. Aktuell stehen wir noch mit weiteren kreativen Kräften im Gespräch. Aber auch bei den Produkten geht es gut voran! Die Roadmap fürs zweite Halbjahr ist verabschiedet und befindet sich in der Umsetzung; zudem wurde auch schon ein Backlog mit spannenden Themen für 2023 erstellt.

Olivier: Die Zusammenstellung des neuen Leadership-Teams hat wirklich hervorragend geklappt. Ich freue mich sehr, dass wir somit weiterhin stabil und eingespielt arbeiten können. Neben den organisatorischen und operativen Themen, die durch die Übernahme entstanden sind, bin ich persönlich auch besonders glücklich darüber, dass wir mit dem Sommer-Release auch das für uns so wichtige Thema des Carbon-Footprint Manager launchen.

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2. Hendrik, was ist deine Vision für die gemeinsame Zukunft von Finnova und Contovista?

Hendrik: Finnova und Contovista eint die feste Überzeugung, dass Daten immer wichtiger werden – sei es bei den Themen Fraud, Compliance, Upselling, Security oder eben bei Data-Driven Banking. Wir haben nun einen Bereich mit nahezu 50 Mitarbeitenden aufgebaut, die sehr viel Kompetenz und Erfahrung im ganzen Data-Driven Banking-Umfeld mitbringen.

So verfügen wir über umfangreiche Expertise in den verschiedenen Disziplinen wie Data Science, UX, Frontend-Entwicklung und Backend-Integration. Damit sind wir wirklich sehr stark im Schweizer Markt positioniert. Diesen Bereich möchten wir nun aber noch weiter ausbauen. Mit zahlreichen Produktinnovationen unser Portfolio erweitern und neue Kunden im In- und Ausland gewinnen – das steht für uns im Vordergrund. In der Betreuung unserer Kund:innen wollen wir insbesondere die persönlichen Beziehungen unterstreichen, um gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können.

Insgesamt wird für uns Data-Driven Banking ein wichtiges Standbein für die Zukunft. Dies um so mehr, weil sämtliche Produkte und Lösungen aus diesem Bereich unabhängig vom Kernbankensystem eingesetzt werden können. Das heisst, sie skalieren breit – aus der Sicht von Finnova/Contovista aber auch der Community ein enormer Vorteil.

3. Olivier, wie siehst du das? Worauf können sich die Kund:innen jetzt und in Zukunft freuen?

Olivier: Eines ist ganz klar: Unsere Kund:innen können weiterhin innovative Lösungen von Contovista erwarten. Wir investieren kontinuierlich in Data-Driven Banking und haben dafür jetzt noch mehr Ressourcen. Die gemeinsamen Produkte von Finnova und Contovista werden gestärkt, die Entwicklung hat noch mehr Power. Gemeinsam wollen wir nun mit gebündelter Kraft weiter an einem zukunftsweisenden, datengetriebenen Banking-Ökosystem für die Schweiz arbeiten.

4. Eine Frage zur Integration und Zusammenarbeit: Olivier, wie läuft das für dich und das Contovista-Stammteam? Sind bereits Synergien spürbar?

Olivier: Ja, die sind deutlich spürbar, gerade auf Produktebene. Viele von unseren Produkten ergänzen sich sehr gut, beispielsweise das Finnova Analytical Framework und die Contovista Enrichment Engine (EE). Und der Personal Finance Manager (PFM) bereichert das eBanking. Die Integration auf Mitarbeitendenebene funktioniert ebenfalls: Das Contovista-Team wird von der Erfahrung der Finnova profitieren, aber auch seine eigenen Charakterzüge und Werte aufrechterhalten können.

Und ganz klar: Finnova profitiert auch von unseren Stärken und Kenntnissen!
Es wurde ein teamübergreifender Austausch etabliert und die Zusammenarbeit gestärkt. Und es sind auch schon einige neue Kollegen aus dem Finnova-Stammhaus in Lenzburg bei uns in Schlieren tätig, und auch andersherum.

5. Hendrik und Olivier, lasst uns nun noch ein bisschen detaillierter über die Vorteile für die Kund:innen reden. Was ist aktuell deren grösste Herausforderung, und wie können sie von diesem Zusammenschluss profitieren?

Hendrik: Das Thema Daten wird für Banken immer zentraler. Wir beobachten aktuell, dass das Finnova Analytical Framework zurzeit verbreitet für Compliance und Risk-Themen eingesetzt wird. Hier besteht offensichtlich grosser Bedarf an effektiven Tools. Wenn ich als Bank Geldwäsche automatisiert identifizieren möchte, wenn ich Missbrauch rechtzeitig erkennen muss, dann benötige ich aufgrund der schieren Datenmenge Hilfsmittel, welche mir dies effizient ermöglichen. Dieses Thema ist immens wichtig, aber es bereitet den Banken wenig Freude. Um so wertvoller ist die Unterstützung durch unsere Technologie.

Mehr Freude als bei der Adressierung von Risiken und Erfüllung von Regulatorien kommt bei Banken bei einem anderen Einsatzgebiet auf – bei allem rund um Customer Insight und Customer Experience. Auch in diesen Bereichen bieten wir mit den Contovista Produkten sowie dem Finnova Analytical Framework innovative Lösungen. Einerseits können Banken ihren Endkund:innen mit den Produkten Personal Finance Manager (PFM) und Business Finance Manager (BFM) eine top Experience und personalisierte Unterstützung bieten. Das stärkt die Kundenbindung und erhöht die Kundenzufriedenheit. Andererseits können die Enrichment Engine und das Finnova Analytical Framework den Kundenberater:innen Erkenntnisse zum Verhalten der Kund:innen vermitteln. Somit befähigen sie diese zu einer besseren, persönlicheren Beratung. Sie können gezielt Bankprodukte anbieten, die den einzelnen Endkund:innen einen Mehrwert bieten.

Mit Data-Driven Banking bieten wir somit bereits heute ein breites Portfolio an Produkten, die auf vielfältige Weise einer Bank und ihren Endkund:innen Vorteile verschaffen. Wir werden dieses Portfolio nun gemeinsam weiter optimieren und ausbauen. Allein in der besseren Integration der Contovista-Produkte und des Finnova Analytical Framework FAF liegen erhebliche Synergien und Potentiale für die Kunden.

Und nicht zuletzt: Je grösser unsere gemeinsame Kundenbasis ist, desto mehr Daten können wir im Sinne einer Community auswerten. Das steigert den Wert der Lösungen – und den Mehrwert für die Kund:innen.

Olivier: Unsere Kund:innen müssen sich ganz allgemein an die gewandelten Erwartungen und Anforderungen der Endkund:innen anpassen sowie sich als Organisation neu erfinden. Das betrifft auch das wichtige Thema Sustainability. Unsere Produkte ermöglichen hier eine persönliche Beziehung zu Endkund:innen und entsprechende individuelle Angebote. So bieten wir seit diesem Sommer den CO2-Abdruck der Einkäufe, mit dem Carbon Footprint Manager, automatisch schätzen zu lassen.

Unsere Produkte ermöglichen hier eine persönliche Beziehung zu Endkund:innen und entsprechende individuelle Angebote. So bieten wir seit diesem Sommer den CO2-Abdruck der Einkäufe, mit dem Carbon Footprint Manager, automatisch schätzen zu lassen. 

Mit solchen Angeboten holen wir Endkund:innen heute immer besser ab. So unterstützen wir die Banken erstens bei dem schwierigen Prozess, die gewandelten Erwartungen zu erfüllen. Junge Kund:innen zum Beispiel legen grossen Wert auf eine coole User Experience oder Sustainability, sie wollen aber nicht mehr fürs Produkte zahlen, deren Mehrwert ihnen nicht ersichtlich wird und haben kaum Interesse an klassischen Bankleistungen.

Zweitens möchten die Kund:innen heute personalisierte Angebote, wie sie dies in der Digital-Ära auch aus anderen Bereichen kennen. Und Banken wollen das auch. Denn durch mehr Nähe und einen persönlichen Bezug zu den Kund:innen gewinnen sie neue Relevanz: Sie können massgeschneiderte Offerings machen, die einen Mehrwert im Alltag bedeuten.

Denn durch mehr Nähe und einen persönlichen Bezug zu den Kund:innen gewinnen sie neue Relevanz: Sie können massgeschneiderte Offerings machen, die einen Mehrwert im Alltag bedeuten.

Und drittens benötigen die Banken heutzutage dringend neue Umsatzquellen. Auch hier können wir helfen, etwa durch «Next Best Product» oder eine gezielte Segmentierung.

6. Hendrik, eine Frage an dich: Was können die Bestandskund:innen von Contovista erwarten? Was ändert sich aus deiner Sicht durch Finnova für sie - und was nicht?

Hendrik: Für die Bestandskund:innen von Contovista sehe ich in der neuen Konstellation eine ganze Reihe von Vorteilen. Contovista ist nun Teil eines Produkt- und Lösungshauses, dessen Kerngeschäft es ist, Lösungen für Finanzinstitute zu entwickeln. Das heisst, Contovista profitiert vom bewährten Know-how der Finnova, von der Breite der vorhandenen Banking- und Technologieexperte:innen und dem Verständnis für nachhaltige Produktentwicklung sowie für einen effizienten Betrieb.

Gleichzeitig ist Data-Driven Banking eine eigenständige Einheit in der Finnova, oder wenn man so will, ein eigenständiges Kompetenzzentrum. Das hilft dabei, den FinTech-Charakter der Contovista zu wahren. Dazu kommt die langjährige Erfahrung – oder sogar: Schweizer Marktdominanz – von Contovista als Anbieter von Produkten wie PFM, BFM oder EE. In Summe besteht nun also ein Höchstmass an Professionalität und Agilität – dies kommt allen Bestandeskund:innen zugute.

Die Produktentwicklung hat dabei höchste Priorität. Für Finnova ist der Bereich Data von strategischer Bedeutung. Wir sind es gewohnt, in Produkte vorab zu investieren und können dies in einem Umfang tun, der für ein Unternehmen in der Grösse von Contovista nicht möglich wäre.

Die „Finnova-Banken“ unter den Bestandskund:innen können weitere Synergien erwarten, die wir zwischen den Produktportfolios von Contovista und Finnova freisetzen werden, wie z.B. eine Integration der PFM-Daten in die Advisor Workbench (AWB). Aber natürlich profitieren auch die “Nicht-Finnova-Banken” unter den Contovista-Kund:innen von den vielfältigen Innovationen, die wir planen.
Desweiteren sehen wir grosses Potential, weitere Kund:innen im In- und Ausland zu gewinnen.

Somit können die Kund:innen von einer noch grösseren Community profitieren. Die Produkte skalieren auf der Kostenseite besser, und auch die Datenqualität steigt noch weiter an.

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7. Olivier, zum Abschluss noch eine Frage an dich: Wo siehst du persönlich den Bereich “Data-Driven Banking” innerhalb der Finnova in 5 Jahren? Was sind die Ambitionen von dir und deinem Team für die Data-Driven Banking Unit?

Olivier: Grundsätzlich können datenbasierte Entscheidungen, Lösungen und Angebote überall integriert und angewendet werden. Das ist auch dringend nötig, denn heutige Bankdienstleistungen werden in den kommenden Jahren immer mehr von den Big Techs übernommen. Wir müssen hier die Banken auf dem Weg unterstützen, zukunftsfähige Angebote zu entwickeln, relevant zu bleiben und die Kundenschnittstelle nicht zu verlieren.

Banken auf dem Weg unterstützen, zukunftsfähige Angebote zu entwickeln, relevant zu bleiben und die Kundenschnittstelle nicht zu verlieren.

Das Ziel lautet dabei, dass mir als Endkunde das Daily Banking massiv erleichtert wird. Und zugleich erlange ich durch entsprechende Produkte auch mehr "Finanzbildung". Hier kommt der Anspruch von Contovista zum Tragen: Understand/Coach/Enable. Unsere Lösungen ermöglichen ihnen einen verbesserten Einblick und mehr Verständnis (understand), befähigen Bankkund:innen (coach), um ihr finanzielles Leben noch besser und einfacher zu gestalten (enable).

Neben dem erwähnten CO2-Fussabdruck, MAP4 (die neue Generation der Finnova Mobile Application), personalisierten Produktempfehlungen und noch akkuraterer Datenanreicherung durch die Enrichment Engine gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Innovationen, an denen wir arbeiten. Natürlich hängt das alles auch vom Marktumfeld ab. Wir planen jedenfalls, unsere Kompetenz im Bereich künstliche Intelligenz und Enrichment Engine weiter auszubauen und zu stärken. Und so werden wir weiterhin datengetriebene Massstäbe setzen und Lösungen anbieten – besonders in der Schweiz, aber auch darüber hinaus!

Danke für Eure Zeit und das Interview!

 

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